Ein App anstatt vieler Kundenkarten
Kundenkarten, Bonuskarten, Clubkarten – die meisten von uns sammeln sie gern, aber wohin mit dem vielen Plastik? Die Brieftaschenindustrie hat sich zwar schon darauf eingestellt und reichlich Platz dafür geschaffen. Aber ehrlich, wer schleppt sie schon immer gern mit sich rum und sucht an der Kasse nach der richtigen Karte?
Seit kurzem ist auch Schluss damit; ein neuer App bietet die Lösung!
Die zündende Idee dazu hatten die beiden Studenten der Universität Mannheim, Björn Goss und David Handlos (Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik) im Januar 2011 während einer Australienreise.
Durch die Anwendung von GPS und Satellitenbildern auf ihren Smartphones war es ihnen gelungen, die schönsten Strände an der australischen Ostküste zu finden; beim Entspannen am Strand von Bondi Beach machten sie sich Gedanken darüber, was man noch alles mit der neuen Technologie verändern könnte. So entstand die Idee, Kundenkarten von der Brieftasche in das Smartphone zu verlegen. Das war die Geburt von Stocard.
Zurück in Deutschland holten die beiden mit Florian Barth einen weiteren Wirtschaftsinformatiker ins Boot.
Die Stocard App funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Der Barcode der Kundenkarte wird mit der Kamera des Smartphones eingescannt; die App erstellt eine dazu passende digitale Kundenkarte. Hat die Karte keinen Barcode, wird sie über die Tastatur des Smartphones eingegeben. Um eine Karte hinzuzufügen, kann man einen Händler aus einer Liste von voreingestellten Kundenkarten auswählen oder - bei seltenen Kundenkarten - den Namen des Händlers selbst eingeben und so ganz einfach die gewünschte Kundenkarte erstellen. Im Geschäft erhält man weiterhin alle Rabatte und Punkte.
Stocard hat bereits einen Platz unter den Top 30 der iPhone Download-Charts in Deutschland erreicht und den 12. Platz der Charts in Österreich. Die App wurde bereits von Apple in ihren Highlights als „Neu und Beachtenswert’’ aufgenommen.
Wir sind auf die weitere Entwicklung von Stocard und ihren Gründern gespannt.
Fotos: Andreas Rutschmann
Artikel: Jens-Peter Schmidt
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