Kultig – der neue Trend Vinyl !
Auch wenn die Verkaufszahlen der guten alten Schallplatte noch lange nicht an die der CDs herankommen, ist Vinyl eindeutig im Trend.
Mit der Schallplatte assoziieren die meisten Musikliebhaber die 50er und 60er Jahre. Vielleicht hat auch der eine oder andere einen alten Plattenspieler auf dem Dachboden oder im Keller gefunden und bei den nostalgischen Erzählungen der Eltern oder Großeltern etwas von der Stimmung der Zeit der guten alten Schallplatte gespürt.
In einer Sammlung blättern, um die richtige Stimmung für die Musik zu bekommen, dann das gewählte Album herausziehen, das Cover betrachten und die Platte auflegen.
Das Auflegen der Platte hat seinen eigenen Ritus: Erst einmal wird die Platte schräg gehalten, um eventuelle Staubkörner zu entdecken; diese werden sanft entfernt. Dann wird die Scheibe auf den Plattenteller gelegt und der Tonarm vorsichtig abgelassen - schon kann das Erlebnis Musik beginnen. Allein der Anblick der rotierenden Platte auf dem Teller ist für manche ein Hochgenuss. Wahre Liebhaber der Vinylscheibe schwören auf die „Echtheit“ des Klangs, z. B. die Knisterfehler.
Schallplatten sind natürlich wesentlich empfindlicher als CDs, sie verkratzen oder zerbrechen schnell, aber der vorsichtige Umgang mit einer Platte macht auch ihren Charme aus.
Viele Künstler veröffentlichen heute ihre Alben auch auf Vinyl, manche sogar nur noch.
Bei den amerikanischen (Hardcore) Bands ist dieser Trend zu sehen.
Mediabiz.de schreibt dazu:
"Das so oft beschworene Vinyl-Revival ist zwar ein Comeback auf vergleichsweise niedrigem Niveau, doch speziell im US-Markt weist die Absatzkurve steil nach oben. Die Nachfrage bei unabhängigen Facheinzelhändlern ist in den letzten Monaten stetig gestiegen, bei Indie-Ketten wie Newbury Comics wird allein in diesem Jahr mit einem Vinylumsatzplus von 70 Prozent gerechnet. Bereits im Jahr 2007 stieg der Absatz in den USA um 15 Prozent."
Also, wer Platz für eine Schallplattensammlung hat - denn den braucht man - sollte mal darüber nachdenken, ob das nicht etwas für ihn ist.
Fotos: Jens-Peter Schmidt
Artikel: Jens-Peter Schmidt
21.10.2011








Gruß
Phillip
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