Als Tattoo-Motiv ist der Teufel als rebellischer Charakter zu verstehen; er drückt die Sünde und das Verlangen nach Macht aus. Er ist das Gegenteil von Gott und verkörpert das Böse. Im Tattoo kommt der Teufel in verschiedenen Varianten vor, z. B. mit Flügeln, als Dämon oder als feiner Herr, der einem dazu verlocken soll, sich Gott zu entziehen, indem er zum sündigen Leben verführt.
Wird er verniedlicht und positiv dargestellt, soll er die Frechheit und die Frivolität ausdrücken; als abstoßende Fratze mit fletschenden Zähnen das Grauen der Hölle.
New School-Tätowierungen des Teufels zeigen Ihn mit Grinsen, Spitzbärtchen und roter Haut, die die Lust am Sündigen und das Verruchte bedeuten sollen.
Grinsende, kleine, dickliche Teufel im Kindschema, rot mit Dreizack, sind neckische Tattoo-Kobolde.
Eine weitere Variante ist die Teufelin, ein gehörntes beschwänztes Pin-Up, das sich offenherzig darstellt und seine sexuellen Reize präsentiert und damit die Verführung, Sex und Spaß daran ausdrücken sollen.
Das Teufelsmotiv wird als „Hot Stuff“ bezeichnet, um auf die Attraktivität dieses Motivs aufmerksam zu machen. Der Teufel ist hier ein Rebell, der sich gegen Gott auflehnt. Auf diesem Weg wollten die Jugendlichen gegen die Generation ihrer Eltern aufbegehren. Wurde das Motiv mit Zigarren, Alkohol, Zigaretten, usw. gezeigt, verstärkte es das rebellische Verhalten.
Die typische Frisur, „Smokin` Devil“ des Künstlers Coop ist wohl die bekannteste Darstellung in der Szene: Sünde, ausschweifender Lebensstil „Live fast, die young.“
26.12.2011
Artikel: Jens-Peter Schmidt
Zeichnungen: Jens-Peter Schmidt






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